Jeanne Lamon (* 1949 in New York City) ist eine kanadische Violinistin und Dirigentin US-amerikanischer Herkunft.
Sie begann mit dem Violinunterricht im Alter von sieben Jahren. Später wechselte sie zur
Brandeis University in Boston, wo sie bei Robert Koff (1919–2005) studierte, danach setzte sie ihr Studium bei
Herman Krebbers in den Niederlanden fort. 1972 und 1973 studierte sie Barockvioline und Orchesterleitung bei
Sigiswald Kuijken. In den folgenden Jahren spielte sie in namhaften europäischen und amerikanischen Barockensembles als Kammermusikerin oder Konzertmeisterin.
Ab 1978 hatte sie einen Lehrauftrag in der Abteilung für Frühe Musik am
Smith College in Massachusetts. 1981 erhielt sie eine Einladung nach Kanada, um mit dem 1979 gegründeten
Tafelmusik Baroque Orchestra zu arbeiten, anschließend bot man ihr die Leitung des Orchesters an. Sie verlegte ihren Wohnsitz nach Toronto und erhielt 1988 die kanadische Staatsbürgerschaft.
Unter ihrer Leitung erreichte das
Tafelmusik Baroque Orchestra einen international anerkannten Status und gehört heute zu den besten Ensembles seiner Art.
Sie unterrichtet an der
Faculty of Music der
University of Toronto sowie am
Royal Conservatory of Music in Toronto. Für ihre Verdienste um Historische Aufführungspraxis in der Barockmusik erhielt Lamon zahlreiche internationale Auszeichnungen.